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Reservekopf

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Slideshow

Der Kopf ist bis auf Ohren, Nacken und kleinere Fehlstellen im Gesicht vollständig. Das lange Gesicht besitzt hervortretende Backenknochen, flache Wangen und ein sehr langes, starkes, breites Kinn. Das größere rechte Auge liegt etwas tiefer als das linke. Die Oberlider sind als sehr schmale Grate gestaltet, die sich - von einer feinen Ritzlinie oben begrenzt - zum äußeren Augenwinkel hin verflachen, die Unterlider sind exakt eingeschnitten, die langen inneren Augenwinkel spitz zulaufend. Die Brauenbögen folgen als leichte Erhebungen dem Augenhöhlenrand. Die starke Vertiefung unterhalb der inneren Winkel endet auf der rechten Seite mit einer Kante auf der Nasenwand. Die Nase ist zwischen den Augen stark eingezogen. Sie besitzt einen geraden, kantigen Rücken; die runden fleischigen Nasenflügel sind mit einer Ritzlinie auf der rechten Seite, mit einem schmalen Steg auf der linken Seite umgrenzt. Die sehr großen Nasenlöcher trennt die schmale Nasenscheidewand, unter der sich in gleicher Breite das kantige Philtrum anschließt. Die breiten Lippen umgrenzt ein ganz feiner gerundeter Grat, der in der Mitte der Oberlippe geschwungen ist. Die scharf gezogene Lippenspalte ist in den breiten Mundwinkeln herabgezogen.
Der Schädel ist oberhalb der Ohren stark eingezogen. Der Ansatz des kurzen Haares wird in der Stirn mit einer kleinen Kante bezeichnet, die sich auf den Schläfen, wo in größerem Abstand zu den Ohren die üblichen Zwickel (mit abgerundeten Ecken) eingezeichnet sind, verflacht. Im Nacken ist der Haarrand mit einer tiefen, unregelmäßig gezogenen Ritzlinie bezeichnet. Zwischen Ohren und Nacken ist auf der rechten Seite der Haarrand mit einer leichten Kante geformt. Am Haaransatz sind auf der linken Seite der Stirn drei feine Ritzlinien zu sehen, die ca. 3 mm von der Kante entfernt angesetzt sind und schräg zur Kante laufen. Auf der rechten Seite ist nur eine solche Linie auf der Schläfe zu sehen. Eine sehr tiefe Rinne beginnt oben am Scheitel und führt, etwas rechts der Mitte, zum Hinterkopf. Dort ist sie unterbrochen und taucht erst wieder am unteren Haarrand auf.
Die Ohren, von denen noch die Umrisse und auf der linken Seite der Knorpel vor der Ohrmuschel vorhanden sind, saßen ziemlich weit hinten am Kopf.

Standort

KUNSTHISTORISCHES MUSEUM [09/001] WIEN

Inventarnummer

7787

Datierung

4. DYNASTIE

Fundort

GIZA NEKROPOLE

Gattung

ERSATZKOPF

Material

KALKSTEIN

Technik

GEGLÄTTET

Höhe

27.7 cm

Breite

17.3 cm

Tiefe

24.5 cm

Bibliographie