Der monumentale Granitsarkophag des Kai-em-nofret darf in seiner Gesamtausführung als absolutes Meisterwerk gelten. Alle Außenseiten zeigen eine Nischengliederung in regelmäßiger Anordnung, die sogenannte Palastfassade. Hiermit wird zusätzlich auf die Bedeutung des Sarges als Wohnhaus des Verstorbenen im Jenseits verwiesen. Der gewölbte Deckel hat an beiden Enden massive Bossen, die nicht abgearbeitet wurden. Sarkophagkasten und Deckel weisen auf einer Seite jeweils eine kurze, gleichlautende Inschrift auf, die Name und Titel des Eigentümers nennen.
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Kayser, H., Die ägyptischen Altertümer im Roemer-Pelizaeus-Museum in Hildesheim, Hildesheim 1973, S. 11-12, Abb. 4 (unten).
Porter, B. & Moss, R.L.B., Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs, and Paintings, vol. III².1 : Memphis, Oxford 1974, S. 218.
Seipel, W., Ägypten : Götter, Gräber und die Kunst; 4000 Jahre Jenseitsglaube, Linz 1989, Kat.-Nr. 29.
Eggebrecht, A. (Hrsg.), Pelizaeus-Museum Hildesheim : Die ägyptische Sammlung, Hildesheim - Mainz 1993, Abb. 15.